Montag, 16. Oktober 2006
Mein gestrieger...
Gesprächspartner hat mir ein paar Sachen über meine alte Firma erzählt. Es sind tatsächlich neue Leute eingestellt worden. Aber viel weniger technische Leute, als Manager. Und er war richtig erzürnt darüber das damit zwischen Topmanagment und "Arbeiter" einfach eine Zwischenschicht eingezogen wird um unpopuläre Entscheidungen durchzuziehen. Diese Leute sind nämlich gut bezahlt, ohne lokalen Bezug und als BWLer sowieso ohne Skrupel.

Und so wird weiter Wissen ins Ausland transferiert, nur weil die Leute billiger sind. Ein globaler Konzern kann ruhig ein, zwei Pleiten in Kauf nehmen, die wegen der mangelnden Infrastruktur entstehen, wenn nur klar ist, das die Leute in der Produktion für einen Euro arbeiten.

Das schlimme daran ist das Länder wie China oder Indien auch keine Demokratien sind. Das heißt wenn mit unserem Abschwung da ein breiten Aufschwung verbunden wäre, dann wäre das zumindest für mich tröstlich. Aber nach allem was ich sehe, wandert das Kapital dort noch krass ausschließlich in die hand von Großkapitalisten.

Die Frage ist nur, wenn wir bald nicht mehr fähig sind zu konsumieren, und die Drittweltländer es noch nicht sind und nie werden. Was passiert dann mit der Weltwirtschaft. Ein wenig sieht es so aus, als würde das Schiff gegen einen Eisberg rassen und jeder glaubt das wenn er ans Steuer geht um etwas zu ändern, dann ist anschließend seine warmen Sitzplatz vergeben.

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